Tagesausflüge

Die „Freunde“ unterwegs: Ausflüge – Tagesreisen

Mecklenburg-Vorpommern hat sich zu einer kunst- und kulturreichen Region entwickelt. Diese zu entdecken, gehört zum Verbindenden zahlreicher Mitglieder der Freunde der Kunsthalle. Wir „Freunde“ begleiten nicht nur mit unseren regelmäßigen Kuratorenführungen die Ausstellungen in der Kunsthalle, wir regen auch zu gemeinsamen Besuchen des kulturellen Lebens in Rostock und Umgebung an. Mit unseren Ausflügen zu den Kunstorten Mecklenburg-Vorpommerns bieten wir Mitgliedern und Gästen Kunst- und Kulturkontakte, die man ohne die „Freunde“ vielleicht übersehen hätte.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die Tagesfahrten der „Freunde“, Sie haben viel verpasst!

Wenn Sie regelmäßig über unsere interessanten Aktivitäten und Angebote informiert werden wollen, werden Sie Mitglied bei uns „Freunden“. Wenn Sie als willkommener Gast an unseren Angeboten teilnehmen wollen, informieren Sie sich einfach auf unsere Webseite.

2022

13. November: Ausflug nach Ahrenshoop

Dr. Kathrin Arrieta hat um durch zwei bemerkenswerte Ausstellungen geführt. Da ist zum einen die Ausstellung Louise Rösler + Walter Kröhnke – Wustrow und weiter.
Reiseschauplätze der 1930er Jahre. Beides sind interessante Persönlichkeiten aus der Berliner Szene, die mit ihrem Schaffen auf der Höhe ihrer Zeit waren. 1934 verbrachte das Malerehepaar zwei Wochen in Wustrow. Hier entstanden Bilder, die ihr künstlerisches Niveau deutlich machen und die Stimmung der Zeit nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten.
Die zweite Ausstellung Der „König“ vom Fischland – Peter E. und die Kunst ist dem legendären Peter Emil Erichson gewidmet – einer schillernden Persönlichkeit, der 1907 die Carl Hinstorff Buchdruckerei erworben hatte und den Verlag in den folgenden Jahrzehnten erfolgreich ausbaute. Peter E. – wie er sich selbst nannte – war Freund und Förderer vieler Künstler und öffnete auch sein Ahrenshooper Sommerhaus den Künstlern aus nah und fern.

Ausstellung Louise Rösler + Walter Kröhnke

2021

November 2021: Besuch der Kunstmühle Schwaan

Am 21.11.2021 fanden sich 15 Freunde der Kunst in Schwaan ein, um gemeinsam die jetzt zu Ende gegangene Ausstellung „Alfred Heinsohn – Ein Maler der Moderne“ zu besuchen. Sachkundig geführt wurden wir von dem langjährigen Leiter der Kunstmühle, Heiko Brunner, dem die Entwicklung dieses musealen Kleinods der Kunst seit Anfang der 1990er Jahre maßgeblich zu verdanken ist. Er begann den Rundgang durch das gesamte Haus mit einem Überblick über die Geschichte der in den 1890er Jahren entstandenen einzigen Künstlerkolonie Mecklenburgs (unter Hinweis auf den Umstand, dass Ahrenshoop sich schließlich in Vorpommern befinde) und ihres Begründers, Franz Bunke. So detailreich wie unterhaltsam erfuhren wir neben den Charakteristika der in Weimar von Monet beeinflussten Malerei Bunkes und seiner Zeitgenossen auch so Einiges über seine zugewandte und offene Persönlichkeit. Diese Wesensart unterschied ihn sowohl von Bartels als auch von Alfred Heinsohn, der als introvertiert und zurückgezogen beschrieben wird. Heinsohn lebte bis 1910 etliche Jahre in Schwaan, in das er Bunke und seinen Mitstudenten gefolgt war. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung seines Schaffens, auch über diese Zeit hinaus. Seine in Schwaan entstandenen spätimpressionistischen und frisch anmutenden Waldbilder mit Lichtreflexen erinnern ebenfalls an Monet und werden mir besonders in Erinnerung bleiben. Spätere Bilder des aus Hamburg stammenden Heinsohn auf Sackleinen zeigen Bezüge zum Expressionismus und einen individuellen Stil an Farbigkeit und Abstrahierung, der bislang unzureichend sowohl in der Kunstwelt als auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen worden ist. Heiko Brunner machte erlebbar, mit welch geradezu detektivischem Aufwand Recherchen zum Werk Heinsohns und dessen Nachlass erforderlich waren, um die Ausstellung entstehen lassen zu können. Für die Kunstmühle ist es in diesem Zusammenhang gelungen, einige Werke des Malers zu erwerben, die nun – wie auch der Ausstellungskatalog – dauerhaft dazu führen können, Alfred Heinsohn die ihm gebührende Beachtung zu verschaffen.

Text: Ines Reimers


2018

Februar 2018: Ausflug Güstrow
Land in Sicht – Kunstankäufe des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2015 – 2017

Seitdem im Jahr 2009 das Land Mecklenburg-Vorpommern erstmals seine Ankäufe unter anderem in der Kunsthalle Rostock präsentierte, besuchen die Freunde regelmäßig die Ausstellungen über die Neuerwerbungen, seit dem Jahr 2012 im Schloss Güstrow. Auch diesmal machte sich eine kleinere Gruppe der „Freunde“ wieder auf, die außerhalb der Ausstellungen nicht öffentlich zugänglichen Werke regionaler Künstler sich genauer anzusehen.
Mit der Ausstellung „LAND IN SICHT – Die Ankäufe des Landes 2015 bis 2017“gewährt die Landesregierung zum dritten Mal einen intensiven Einblick auf die Werke, die in den letzten drei Jahren mit einem Gesamtbudget in Höhe von 131 tsd. EUR für das Land erworben wurden. Die Ausstellung ist außerdem eine gute Gelegenheit,  Künstler zu entdecken, die aktuelle Kunstszene in Mecklenburg-Vorpommern prägen.
Der wieder ausgesprochen fachkundigen Führung von Frau Dr. Erbentraut durch die Ausstellung schloss sich ein Künstlergespräch mit den in der Präsentation vertretenen Künstler Jörg Hamann, Holger Stark und Prof. Rolf Wicker an.
Es war für die Freunde wieder einmal ein ausgesprochen informativer und kunstsinniger Nachmittag.
verantwortlich: Alexander Ludwig

Januar 2018: Tagesreise Potsdam
Klassiker der DDR-Kunst im Barberini und Friedrichs Schlösser

Den Jahresauftakt der Kulturexkursionen der „Freunde“ bildete diesmal eine sehr intensive Tagesreise nach Potsdam. Vormittags besuchte die knapp 30 köpfige Reisegruppe das Neue Palais, zu dem man im Winter nur geführt Zutritt erhält. Nach einem kurzen Mittagsimbiss folgte eine Führung durch das Lieblingsschloss Friedrich des Großen, Sanssouci – Ohne Sorgen. Den Abschluss des Besichtigungsprogramms bildete dann zum 2. Mal für unseren Verein eine Führung durch die aktuelle Ausstellung des Museums Barberini. Fachkundig wurde die Reisegruppe durch die aktuelle Ausstellung „Hinter der Maske. Künstler in der DDR“ geführt. Dieser Besuch bildete eine wunderbare Ergänzung zu dem Sommer-Ausstellungszyklus in der Kunsthalle in den letzten Jahren, die auch die Meister der DDR-Malerei in den Mittelpunkt stellte: Tübke-Triegel, Arno Rink, Wolfgang Mattheuer.

Abends hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, eine Aufführung des Hans-Otto-Theaters zu besuchen: Es wurde „Terror“ von Ferdinand von Schirach und „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ von Joel Pommerat gezeigt. Nach einhelliger Meinung der Theatergänger waren beide Aufführungen sehr gelungen.
verantwortlich: Alexander Ludwig