Freunde der Kunsthalle Rostock e.V.

 

 Kuratorenführung

 STADTBILD HRO

 mit Elke Neumann

Sonntag, 03.06.2018, 16:00 Uhr

 

Zu den Vorzügen einer Mitgliedschaft im Verein der Freunde der Rostocker Kunsthalle gehört das Angebot, an Sonderführungen durch die attraktiven Ausstellungen des Hauses teilzunehmen. Am 3. Juni folgten rund 30 Vereinsmitglieder der Einladung zu einem solchen Rundgang durch die Exposition „Stadtbild HRO“. Fast 80 Gemälde, Grafiken, Zeichnungen, Fotografien und Videos von über 30 Künstlerinnen und Künstlern belegten, wie vielfältig sich Künstler schon seit vielen Jahrzehnten mit Rostock als Heimatstadt, Urlaubsort und Lebensraum befassen. Eine Inspiration auch für die Vereinsfreunde, sich mit der 800 Jahre alten Hansestadt und ihrer künstlerischen Widerspiegelung auseinanderzusetzen, wie Alexander Ludwig, Vorsitzende der Freunde der Kunsthalle, vorab feststellte.  

Weitere Inspiration versprachen sich der Vereinschef und die Mitglieder von der Führung durch Kuratorin Elke Neumann. 

Eine Erwartung, die in den folgenden gut 60 Minuten erfüllt wurde. Schon in ihrer Einführung verwies sie darauf, dass sie bei der Vorbereitung der Ausstellung auf verhältnismäßig wenige Objekte gestoßen sei, die sich mit Rostock auseinandersetzten. Immerhin stieß sie bei ihrer Suche auf solcherart Werke von über 30 Künstlern, darunter sieben, die nicht in Rostock beheimatet waren oder sind. Jedem von ihnen habe sie einen eigenen Raum in Form von farblich unterschiedlich gestalteten Flächen  gegeben, um ihre Wirkung noch zu erhöhen, betonte Elke Neumann. 

Insgesamt ergaben die Kunstwerke ein beeindruckendes, weil facettenreiches Bild der Stadt. Die „Warnowfischer“ des  Malers Egon Tschirch, gehörten ebenso dazu, wie Porträts von 100 Rostockern, die Walter Niehaus in den 1990er Jahren fotografierte. Ebenso das Video „Die innere Stadt“ von Jörg Hamann, Bronzeköpfe der Bildhauerin Julia Kansch, Porträts des Malers Ronald Paris  und Bilder von Konrad Knebel, der in den 1970er Jahren Alten Markt und Altstadt mit Nikolaikirche als Sujets wählte. Nicht zu vergessen Werke von Heinz Wodzicka, Heinrich Engel und Tom Beyer. 

Besonderes Interesse der Führungsgäste fand eine Fotocollage des slowakischen Künstlers Juraj Starovecky, In ihr vereinte er Beispiele moderner Rostocker Architektur. Eine Arbeit, über deren Ankauf der Verein der Kunsthallenfreunde gegenwärtig nachdenkt. Vereinsmitglied Dietmar Velke zeigte sich abschließend beeindruckt von den Werken baugebundener Kunst in den Wohnsiedlungen zu DDR-Zeiten: „Was da in den Rostocker Neubaugebieten entstand, war ungewöhnlich für die Republik und findet heute noch Anerkennung.“ Kerstin Jürgens lobte: „Es beachtlich, wie viel hier zusammengetragen wurde. Die verschiedenen Sichten und Stile machen die Ausstellung einzigartig.“ 

Stefan Krause, Mitglied des Vereinsvorstandes, bewertete den geführten Ausstellungsbesuch als eine ausgezeichnete Möglichkeit, einen tieferen Zugang zu den gezeigten Werken zu finden. Solche Angebote seien auch eine Einladung an Kunstinteressierte, sich mit dem umfangreichen Veranstaltungsangebot des Vereins vertraut zu machen. "Schon viele haben so den Weg zu uns gefunden", hob Stefan Krause hervor. Derzeit zählen sich rund 500 Rostocker zu den Freunden der Kunsthalle. 

gez. Werner Geske

 

Ort und Zeit:  

Kunsthalle Rostock, Sonntag, 03.06.2018, 16:00 Uhr

Kuratorenführung Elke Neumann

Weitere Informationen über unsere weiteren Aktivitäten finden Sie unter „freunde-kunsthalle-rostock.de“.